Ihre Fragen rund ums Klima

Ernährung

Paul McCartney empfahl es schon vor Jahren. „Less Meat, Less Heat“ hieß die Kampagne, für die er auf die Vorteile einer vegetarischen Ernährung hinweisen wollte. Die Botschaft des Klimakämpfers damals wie heute: Wer mehr Gemüse ist, der verursacht weniger Treibhausgase als Fleischesser. Wenigstens an einem Wochentag sollten die Menschen auf Fleisch verzichten.

 

Was hat Fleisch essen mit Klimawandel zu tun? Auf den ersten Blick nicht viel und doch ist die Tierwirtschaft, und damit der Konsum tierischer Produkte, in hohem Maße für den Klimawandel verantwortlich. Laut WWF sind sogar nahezu 70 Prozent der direkten Treibhausgasemissionen unserer Ernährung auf tierische Produkte zurückzuführen. Die Emissionen entstehen durch den Verdauungsprozess oder die Ausscheidungen der Tiere. Die Tierschutzorganisation PETA belegt, dass besonders Rinder viel Methan ausstoßen. Das klimarelevanteste Lebensmittel ist deswegen die geliebte Butter, dicht gefolgt von Rinderfleisch. Durch die hohe Menge des Konsums sei allerdings Schweinefleisch am klimaschädlichsten. Denn hierbei entstünden Emissionen indirekt durch Produktionsprozesse, Abholzung der Wälder für Weideflächen und Anpflanzung von Futtermitteln.

 

Eine gesündere Ernährung wirkt sich positiv auf den Ressourcen- und Klimaschutz aus. Jeder Deutsche könnte nach einer Studie des WWF durch weniger Fleischkonsum Treibhausgas-Emissionen in Höhe von rund 800 Kilogramm CO2-Äquivalenten oder etwa sieben Prozent der durch ihn verursachten jährlichen Treibhaus-Emissionen vermeiden. Die wissenschaftliche Empfehlung ist übrigens 450 Gramm Fleisch pro Woche. Also: Ran ans Obst und Gemüse!

 

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Die Initiatoren von #erklimadasmal haben sich zum Ziel gesetzt, den Klimaschutz durch lokale und regionale Projekte langfristig voranzutreiben. Rund 30 dieser Initiativen können Interessierte auf den #erklimadasmal-Veranstaltungen kennenlernen.

Ein Kaffee am Morgen gehört für viele von uns einfach dazu. Gerne auch dann, wenn wir gerade auf dem Weg zur Arbeit sind. Laut Schätzungen der Deutschen Umwelthilfe verursachen wir durch unsere Konsumgewohnheiten aber jede Menge Müll. So werden in Deutschland stündlich rund 320.000 Coffee to go-Becher verbraucht!  Das sind rund drei Milliarden Becher jährlich. Einwegbecher bestehen überwiegend aus neuwertigen Papierfasern. Für die Herstellung müssen also jede Menge Bäume gefällt und obendrein Energie aufgewendet werden. Hinzu kommt ein Anteil von rund fünf Prozent Polyethylen je Pappbecher nebst Material für den Kunststoffdeckel und das Rührstäbchen. Die Umwelthilfe schätzt, dass zur Herstellung rund 22.000 Tonnen Rohöl benötigt werden.

 

Bei diesen Zahlen verwundert es nicht, dass es für die Umwelt besser ist, einen Mehrwegbecher zu verwenden. Diese gibt es im Handel aus recycelten und aus natürlichen, also biologisch leicht abbaubaren Materialien. Viele Anbieter geben Kaffeetrinkern übrigens einen Rabatt auf Cappuccino und Co., wenn sie ihre eigene Tasse mitbringen.   

Nachhaltig, umweltschonend, artgerecht: Seit 2010 müssen alle verpackten Öko-Lebensmittel, die in der EU produziert wurden, das Bio-Siegel tragen. Diese Lebensmittel erfüllen den Mindeststandard, zum Beispiel dass 95 Prozent der landwirtschaftlich produzierten Zutaten aus ökologischem Anbau stammen. Die Hersteller, die das Siegel tragen, werden mindestens einmal im Jahr überprüft. Diese Bio-Produkte haben idealerweise nur kurze Transportwege, kommen also nicht aus Übersee. Denn beim Transport von Lebensmitteln, egal ob per Flugzeug oder LKW, werden klimaschädliche CO2-Emissionen freigesetzt.

 

Wer heute im Supermarkt vor dem Apfelregal steht, der hat die Qual der Wahl: Soll es ein Jonagold sein, ein Santana oder doch lieber ein Gala Royal? Alle mit Bio-Siegel versehen, versteht sich. Doch wo kommen die Äpfel her? Sind sie vom kleinen Bauern nebenan oder von Plantagen aus Argentinien, China und Südafrika?  Ideal sind Bio-Äpfel, die auf einem Baum in der Nähe gereift sind, frei von Pestiziden und nachhaltig angebaut. Denn Bio hin oder her: Äpfel um die halbe Welt zu schippern ist nicht gut, weder für den Apfel noch für das Klima. Wussten Sie, dass China der weltgrößte Apfelproduzent ist? Jeder zweite Apfel wächst dort und die jährliche Ernte beträgt rund 22 Millionen Tonnen. 

 

Wer den Klimawandel verhindern, aber nicht auf frisches Obst verzichten will, kann im Frühjahr ruhig Obst von der Südhalbkugel kaufen, denn so werden auch die dort ansässigen Bauern unterstützt. Um diese „Sünde“ wieder wettzumachen, fährt man eben nicht mit dem Auto, sondern mit dem Fahrrad zum Supermarkt. Denn ein klimagerechter Einkauf beginnt bereits auf dem Weg zum Supermarkt. Nehmen Sie eigene Taschen mit zum Einkauf und verzichten Sie auf Plastiktüten. Bevorzugen Sie geringe bis nicht verpackte Waren, sowie Mehrweg- vor Einwegpackungen und vermeiden Sie Lebensmittelabfälle durch maßvolles und geplantes Einkaufen.

 

Und zu guter Letzt: Fangen Sie an, saisonal zu denken! Wenn im Juni das Kühllager der Äpfel leer ist, macht es doch nichts. Dann gibt es Erdbeeren!

 

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Die Massentierhaltung ist ein Faktor von vielen, aber nicht Hauptverursacher des Klimawandels. In Deutschland landet die Landwirtschaft mit 8 Prozent der verursachten Treibhausgas-Emissionen „nur“ auf Platz 5.* Spitzenreiter ist hierzulande mit 38 Prozent der verursachten Emissionen der Energiesektor mit seiner Stromerzeugung für Industrie, Verkehr, Gewerbe, Handel, Dienstleistung und Haushalte. Global betrachtet schätzt man, dass die Landwirtschaft zu rund 10 – 12 Prozent der Treibhausgas-Emissionen beiträgt.**   

 

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* Quelle: Umweltbundesamt (Stand: März 2015)
** Quelle: IPCC (Stand: 2007)

Tendenziell scheint Bio-Fleisch eine günstigere Treibhausgas-Bilanz zu haben als Fleisch aus konventioneller Tierhaltung. Das Ökoinstitut (2010) gibt den Vorteil mit 7 bis 17 Prozent an. Bei Rind soll der Nachteil konventioneller Haltung 15 Prozent, bei Schweinefleisch 5 Prozent betragen (Ökoinstitut 2007). Bei Rindfleisch gibt es jedoch auch gegenteilige Studien, die aufgrund der längeren Lebensdauer der Tiere und des größeren Flächenbedarfs bei der Bio-Tierhaltung zu schlechteren Bilanzen kommen.

 

In die Treibhausgas-Bilanzierung der Fleischproduktion fließen sowohl die Aufwände für die Futtermittelerzeugung (Anbau, Flächenaufwand, Chemikalien- und Düngemitteleinsatz, Futtertransport) als auch die Haltungsbedingungen der Tiere im Betrieb ein (Flächenaufwand, Futterbedarf, Lebensdauer). Dabei gleichen sich Vor- und Nachteile der konventionellen und der biologischen Fleischproduktion in der Klimabilanz z.T. aus. Höhere Transportaufwände (z.B. durch importiertes Sojaschrot aus Südamerika vs. Futterproduktion am Hof) und höherer Chemikalien- sowie mineralischer Düngemitteleinsatz auf der konventionellen Seite stehen einem größeren Flächenverbrauch und höherem Futterbedarf (durch bessere Lebensbedingungen für die Tiere) und einer höheren Lebensdauer auf der biologischen Seite gegenüber.

 

Auch wenn die Klimabilanzen von Bio-Fleisch nicht eindeutig für die ökologische Tierhaltung sprechen, sollte diesem aufgrund der besseren Haltungsbedingungen, den geringeren negativen Einflüssen auf Natur und Landschaft und dem geringeren Einsatz von Medikamenten der Vorzug gegeben werden.

 

Wer deutliche Klima-Effekte erreichen möchte, kann bezogen auf seinen Fleischkonsum folgende Regeln beachten:

 

  1. Grundsätzlich weniger Fleisch essen
  2. Geflügel- dem Schweinefleisch und dieses wiederum dem Rindfleisch gegenüber bevorzugen, da die Klimabilanzen bei der Fleischproduktion sich z.T. sehr deutlich unterscheiden. Der Treibhausgasausstoß der Fleischproduktion steigt in folgender Reihenfolge: Geflügel < Schweinefleisch < Rindfleisch. Insbesondere Rindfleisch schneidet  aufgrund der Methan-haltigen Verdauungsgase der Wiederkäuer sehr schlecht ab und sollte möglichst selten auf dem Speiseplan stehen.
  3. Bio-Fleisch konventionellem Fleisch gegenüber bevorzugen (wird insbesondere aber auch wegen der besseren Tierhaltung und der geringeren Auswirkungen auf die Natur empfohlen).

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(Diese Frage hat Charlotte eingereicht)

Energie

2016 haben erneuerbare Energiequellen bereits 29 Prozent zur in Deutschland erzeugten Strommenge beigetragen. Sechs Prozent des in Deutschland erzeugten Ökostroms wurden dabei mit Photovoltaikanlagen gewonnen.

 

Über 95 Prozent der Solarzellen nutzen für die Stromproduktion das chemische Element Silizium. Silizium ist eines der auf der Erde am häufigsten vorkommenden Elemente und ein wesentlicher Bestandteil von Sand. In seiner reinsten Form ist Silizium in Quarz bzw. Quarzsand enthalten. In der Fachsprache bezeichnet man diesen Quarz als Siliziumoxid. Der Weg zum fertigen Solarmodul beginnt damit, aus Sand Quarz zu gewinnen. Der wird anschließend zu reinem Silizium weiterverarbeitet und schließlich an die Hersteller von Solarzellen geliefert.

 

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Wenn man das Warmwasser für Bad, Küche und Heizung mit einem Durchlauferhitzer oder Boiler erhitzt, erhöht sich der Stromverbrauch pro Kopf um knapp 27 Prozent oder 385 kWh jährlich. Zum Vergleich: Eine vierköpfige Familie verbraucht im Jahr rund 3.500 kWh. Was die wenigsten wissen: Ein großer Teil der Energie wird dabei durch den unnötigen „Leerlauf“ sogenannter Untertisch-Speichergeräten vergeudet. Diese sind unter Millionen von Spülen und Waschbecken installiert und halten das Wasser rund um die Uhr warm – auch wenn es nicht benötigt wird. Das verschwendet Millionen Kilowattstunden Strom.

 

Grundsätzlich gilt es, mit Strom sparsam umzugehen. Wenn aus dem Klimawandel keine Klimakatastrophe werden soll, müssen wir unsere Energienutzung im Alltag möglichst effizient gestalten. Denn auch das Wasser an der Meeresoberfläche wird infolge des anhaltenden Treibhausgas-Ausstoßes wärmer, saurer und sauerstoffärmer – mit verheerenden Folgen für das Ökosystem der Weltmeere.

 

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Die Region rund um das westliche Nil-Delta ist besonders stark von den Folgen des Klimawandels betroffen. Experten haben berechnet, dass dort bis zur Mitte dieses Jahrhunderts eine Temperaturzunahme von annähernd 2,8 Grad Celsius droht. Ein durch den Klimawandel verursachter Anstieg des Meeresspiegels würde zudem wertvolles Ackerland überfluten und Grundwasser mit Salzwasser vermischen. Mehr als eine Million Menschen könnten gezwungen sein, ihre Heimat zu verlassen.

 

Theoretisch würde allein die in Ägypten nutzbare Sonnenenergie ausreichen, um mit dem so erzeugten Ökostrom den Mittelmeerraum, Europa und Afrika klimaschonend mit Energie zu versorgen: ein gewaltiges Potential. Vor Ort könnten Photovoltaikanlagen und innovative Umwelttechnik einen großen Beitrag zur Verbesserung der Ressourcenwirtschaft und des Umweltschutzes leisten. Etwa, indem sich die Abhängigkeit der Mittelmeeranrainer vom Erdgas verringert, durch dessen Verbrennung der Klimawandel beschleunigt wird.

 

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Indem man die Wärme im Inneren unserer Erde im Winter zum Heizen und im Sommer zum Kühlen von Gebäuden nutzt. Geothermie lässt sich aber auch zur Stromerzeugung verwenden oder in Kraft-Wärme-Kopplung, einer Mischform aus Strom- und Wärmeerzeugung. Die Verwendung von Erdwärme als Strom- und Wärmelieferant zählt zu den erneuerbaren Energien. Die Wärme der Erde könnte unseren heutigen Weltenergiebedarf für 30 Millionen Jahre decken. Im Gegensatz zu Wind oder Photovoltaik ist die Geothermie dank ihrer Unabhängigkeit von Sonne, Wetter, Tages- und Jahreszeiten eine kontinuierliche Ressource und keinen Schwankungen unterworfen.

 

Im Durchschnitt nimmt die Gesteinstemperatur in Mitteleuropa pro 100 Meter Tiefe um drei Grad Celsius zu. Die oberflächennahe Geothermie nutzt man üblicherweise zum Heizen. Das geschieht mit Hilfe einer Wärmepumpe und einem Feld aus Erdwärmesonden. Diese Sonden ragen zwischen zehn und hundert Meter tief in den Boden und nehmen dort die Wärme auf, die schließlich im Gebäude genutzt wird.

 

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Die meisten Eisbären halten sich das ganze Jahr über an den Küsten oder auf dem Meereis auf, um dort zu jagen. Durch den voranschreitenden Klimawandel schmilzt jedoch das Eis und die Eisbären verlieren ihren natürlichen Lebensraum.

 

Moderne und umweltfreundliche Heizungsanlagen sorgen für eine geringere Belastung des Klimas – auch in der Polarregion. Diese neuen Anlagen benötigen weniger Energie und in Verbindung mit einer gut isolierten Hauswand bleibt die kostbare Wärme auch in der Wohnung und entschwindet nicht nach außen.

 

Wenn Sie lüften, dann richtig: Anstatt die Fenster nur zu kippen, sollten Sie lieber stoßlüften! So kommt ausreichend frische Luft in den Wohnraum, ohne dass die Wände auskühlen und wieder aufgeheizt werden müssten. Durch diese Methode lässt sich also jede Menge CO2 einsparen. So kann jeder einzelne von uns etwas für den Klimaschutz tun – sehr zur Freude der Eisbären.

 

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Morgens vor der Arbeit mal schnell die Haare föhnen, abends dann noch zur Party. Frischmachen, zack, wieder kurz mal über die Haare geföhnt. Geht schneller, kann doch auch so schlimm nicht sein. Oder? Haartrockner gehören zur Standardausstattung deutscher Haushalte. Wer sich täglich die Haare föhnt, der verbraucht dabei im Jahr rund 65 Kilowattstunden (kWh) an Strom. Das hat das Bundesministerium für Umwelt ausgerechnet. Für die Umwelt ist der Fön am besten, der am wenigsten – und idealerweise grünen Strom verbraucht. Oder noch besser: der Fön, der gleich ganz ausbleibt.

 

Der Blaue Engel ist das erste und bekannteste Umweltzeichen der Welt. Seit 1978 setzt es Maßstäbe für umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen, die von einer Jury nach definierten Kriterien beschlossen werden. Die Jury empfiehlt Verbrauchern im Sinne der Umwelt, einen energieeffizienten Fön zu verwenden. Denn er spart nicht nur Strom, sondern auch Treibhausgasemissionen und Geld. Eine aktuelle Studie des Öko-Instituts zeigt, dass Haartrockner, die den Anforderungen des Umweltzeichens entsprechen, bis zu 30 Prozent weniger Strom verbrauchen als herkömmliche Geräte. Bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von circa 65 kWh spare ein effizienter Fön damit zwar nur rund fünf Euro pro Jahr ein, auf alle deutschen Haushalte hochgerechnet, ergäbe dies jedoch Einsparungen von über 200 Millionen Euro. In Treibhausgasen gerechnet, spare der Einzelne damit jährlich etwa 13 Kilogramm CO2-Äquivalente (CO2-e) ein. Für alle rund 40 Millionen Haushalte in Deutschland bedeutet dies schon eine Einsparung von rund fünf Millionen Tonnen CO2-e. 

 

In Anbetracht des Klimawandels, der heute schon Realität ist, eine enorme Zahl. Denn die Folgen des Wandels können wir bereits an vielen Orten beobachten. Gletscher schmelzen in alarmierender Geschwindigkeit, schwere Stürme oder Überschwemmungen verwüsten ganze Landstriche, große Trockenheit wechselt sich mit sintflutartigen Niederschlägen ab – aufgrund der zunehmenden Klimaerwärmung werden solche extremen Wetterereignisse immer häufiger auftreten.

 

Durch die konsequente Einsparung von Klimagasen wie Kohlendioxid oder Methan lassen sich die Folgen des Klimawandels abmildern. Jeder kann etwas für das Klima tun: Nicht nur durch die Nutzung eines energieeffizienten Haartrockners, sondern auch durch die Umstellung auf grünen Strom. Allein durch die Nutzung von Ökostrom spart eine vierköpfige Familie im Jahr bereits bis zu zwei Tonnen CO2 ein. Wer auf nicht unbedingt notwendige Flüge verzichtet, seinen Fleischkonsum einschränkt, regionalen Lebensmitteln den Vorzug gibt, das Auto öfter mal stehen lässt oder eben seinen Stromverbrauch reduziert, kann ebenfalls einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

 

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Die Initiatoren von #erklimadasmal haben sich zum Ziel gesetzt, den Klimaschutz durch lokale und regionale Projekte langfristig voranzutreiben. Rund 30 dieser Initiativen können Interessierte auf den #erklimadasmal-Veranstaltungen kennenlernen.

Die RheinEnergie kauft einen Teil des von ihr vertriebenen Stroms an der Strombörse. Darin enthalten ist zwangsläufig auch durch Kohlekraft gewonnener Strom. Im Energie-Mix der RheinEnergie beträgt dieser Anteil rund 32,1 Prozent. Zum Vergleich: Im Bundesdurchschnitt beträgt der Anteil des aus Kohlekraft gewonnenen Stroms 43,8 Prozent.

 

Das Unternehmen baut sein Portfolio im Bereich erneuerbarer Energien stetig aus. Mit dem Gas-und-Dampfturbinen-Heizkraftwerk Niehl 3 hat der Energieversorger zudem seine letzte große Investition im Bereich der konventionellen Energieerzeugung getätigt. Dem Klima ist die Anlage gleichwohl zuträglich: Dank der modernen Technik lassen sich mit Niehl 3 in Köln jährlich rund 500.000 Tonnen Kohlendioxid zusätzlich einsparen.

Für Personen, die ganz auf Öko-Strom setzen wollen, bietet der Versorger entsprechende Tarife an. 

 

Die Stadt Köln engagiert sich umfangreich im Klimaschutz und trägt so dazu bei, dass die CO2-Emissionen – auch jene aus der Braunkohleverstromung – weiter sinken. So beteiligt sich die Stadt etwa am Europäischen Bürgermeisterkonvent. Die Mitglieder des Verbunds aus weltweit über 7.000 Städten haben sich freiwillig dazu verpflichtet, ihre CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 im Vergleich zum Referenzjahr 1990 um mehr als 20 Prozent zu senken. Noch weiter gehen die freiwilligen Verpflichtungen durch die Teilnahme am Klima-Bündnis der europäischen Städte: Dort steht im Vergleich zu 1990 eine Reduktion der CO2-Emissionen um 50 Prozent bis 2030 auf dem Plan.   

 

Bei der Umsetzung der selbstgesteckten Ziele stehen die Handlungsfelder Energie und Verkehr besonders im Fokus. Ausbau der Fernwärmeversorgung, Nutzung von regenerativen Energien, Förderung von ÖPNV und Radverkehr und Effizienzsteigerungen im Wirtschafts-, Industrie- und Dienstleistungssektor wie auch in privaten Haushalten sind einige der Maßnahmen, über welche die Ziele konkret angegangen werden. Darüber hinaus fördert die Stadt Köln eine Vielzahl gesellschaftlicher Organisationen, die ihrerseits Bürgergerinnen und Bürger animieren, sich für den Klimaschutz einzusetzen.

 

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(Diese Frage hat Jan eingereicht)

Die Nutzung von Holzpellets ist im Vergleich zu fossilen Energieträgern weitgehend kohlendioxidneutral. Aus diesem Grund bevorzugen weiterhin viele Eigentümer, Bauherren und Kommunen den Einsatz einer Holzpellet-Anlage. Bei der Verbrennung der Pellets wird nur die Menge an Kohlendioxid (CO2) freigesetzt, die der Baum beim Wachstum aufgenommen hat (geschlossener Kohlenstoffkreislauf). Bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern wird dagegen Kohlendioxid freigesetzt, das seit Millionen von Jahren gespeichert ist. Diese Freisetzung führt zu einer Erhöhung des CO2-Gehalts in der Atmosphäre und ist maßgeblich für den anthropogenen Treibhauseffekt verantwortlich. Nutzt der Eigentümer beispielsweise Öl, ist das klimafreundliche Heizen und somit ein langfristiger Beitrag für den Erhalt der Umwelt ausgeschlossen. Entscheidet sich der „Eigentümer“ für eine Holzpellet-Anlage profitiert er nicht nur von den Vorteilen der alternativen Heizmethode, sondern kann im Vorfeld eine Förderung beantragen. Die zuständige Instanz, wie beispielsweise beim Marktanreizprogramm das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), entscheidet dann im Einzelfall, ob diese genehmigt wird. 

 

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Richtig ist: Atomkraft verursacht deutlich weniger Treibhausgasemissionen als Kohlekraft, aber mehr als die Erneuerbaren Energien. Ebenso wie Öl und Erdgas ist Uran ein endlicher Rohstoff und damit nicht geeignet, unsere Energieversorgung dauerhaft zu gewährleisten. Anders als oftmals behauptet, ist Atomstrom auch keinesfalls CO2-neutral. Verursachen Atomkraftwerke im Betrieb zwar keine CO2-Emissioen, sind diese der Stromproduktion nach- bzw. vorgelagert. Vom Uranabbau, über Brennelementherstellung, Kraftwerksbau und -rückbau bis hin zur Endlagerung entstehen zum Teil erhebliche Treibhausgasemissionen. Nicht zuletzt sind mit der Technik große Sicherheitsrisiken verbunden, wie der Reaktorunfall in Fukushima gezeigt hat.

Zusammengenommen weisen all die genannten Faktoren die Atomkraft mehr als Auslauf- denn als Zukunftsmodell aus.

 

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Deutschland subventioniert Gas, Öl und Kohle mit mehr als 45 Milliarden Euro pro Jahr. Dabei hatten sich die Regierungschefs der G-20-Staaten bereits 2009 verpflichtet, die Subvention klimaschädlicher Energieträger einzustellen – ohne aber einen konkreten Termin zu nennen. Bis heute ist ein systematischer Abbau der Zuschüsse in Deutschland kaum zu erkennen.

 

Arbeitsplätze zu erhalten ist das Hauptargument für die milliardenschweren Subventionen. Ausbleibende Zugeständnisse führten sowohl in der Kohle- als auch in der Automobilindustrie zu großen Einschnitten – Alternativen für die wegfallenden Arbeitsplätze gäbe es zu wenige, so die Argumentation der Befürworter. Besonders in den Braunkohleregionen Ostdeutschlands hätte der Subventionsstopp drastische soziale und wirtschaftliche Folgen.

 

Kritiker aber bemängeln, dass gerade die Zuschüsse die Suche und Schaffung von entsprechenden Alternativen bremsen. Zumal fossile Energieträger weit mehr subventioniert würden, als Erneuerbare Energien. Auch das Argument der Versorgungssicherheit sei vor diesem Hintergrund lediglich vorgeschoben. So werde ein Großteil des durch Kohle produzierten Stroms exportiert und zahlreiche, weit klimaschonendere Anlagen seien gar nicht oder nur teilweise in Betrieb.

 

Der Abbau der klimaschädlichen Subventionen ist dringend notwendig, zumal sie den Staatshaushalt in doppelter Hinsicht belasten: zunächst durch Mehrausgaben und Mindereinnahmen des Staates, später durch erhöhte Kosten für die Beseitigung von Schäden an Umwelt und Gesundheit.

 

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Bauen, Sanieren und Wohnen

Pro Jahr verbrauchen wir allein in Deutschland rund sechs Milliarden Kilowattstunden Strom fürs Wäschewaschen. In einem Dreipersonenhaushalt wedern damit fünf Prozent des jährlichen Stromverbrauchs für saubere Kleidung verwendet. Nutzt man im Haushalt zusätzlich einen Wäschetrockner, steigt der Anteil sogar auf 15 Prozent.

 

Doch wie lässt sich der Stromverbrauch in diesem Bereich senken? Es muss nicht immer eine neue, moderne Waschmaschine angeschafft werden – auch wenn diese rund 25 Prozent weniger Energie benötigt als ein zehn Jahre altes Gerät. So kann man beim Waschen dank moderner Kaltwaschmittel auf heißes Wasser verzichten. Das schont nicht nur die Umwelt und den Geldbeutel, sondern auch die Farben. Ein Energiespartipp für trockene Tage: Bei warmen Temperaturen trocknet die Wäsche auf dem Balkon oder im Garten energiesparend und schnell. Auch sollte man darauf achten, dass die Wäschetrommel stets gut gefüllt ist. Eine halb volle Waschmaschine sorgt für unnötigen Wasser- und Stromverbrauch.

 

Übrigens: Waschen ohne Vorwäsche vermeidet (bei durchschnittlich drei Waschgängen in der Woche) jährlich 35 Kilogramm CO2 und zehn Euro Stromkosten.

 

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Der Einfluss unseres Energieverbrauchs aufs Klima berechnet sich nach den anfallenden CO2-Emissionen. Es stellt sich also stets die Frage, wie viel Gramm klimaschädliches CO2 beim Heizen unserer Gebäude und bei Stromerzeugung und -verbrauch anfallen.

 

Für jeden Energieträger (Gas, Öl, Fernwärme, Holzpellets) und für jede Form der Stromerzeugung (Atomkraft, Braunkohle, Windkraft, Solaranlage) gibt es Kennwerte, anhand derer sich die CO2-Emissionen berechnen lassen.

Ältere Wohngebäude aus den 1950er bis 1970er Jahren „verbrauchen“ für Heizung und Warmwasser pro Jahr ca. 150 bis 250 kWh pro Quadratmeter (m2) Wohnfläche. Wenn man ein solches Gebäude vollständig energetisch saniert, reduziert sich der Verbrauch auf ca. 50 kWh pro m².

 

Für ein Gebäude mit 150 m² Wohnfläche ergäbe sich eine Einsparung von ca. 22.500 kWh pro Jahr.
Beheizt man das Gebäude mit Erdgas, würden pro Jahr ca. 5.600 kg CO2 eingespart. Wenn vier Personen in diesem Gebäude leben und mit einer Photovoltaikanlage ca. 3.500 kWh Strom erzeugen, bedeutet das eine CO2-Einsparung von ca. 2.100 kg pro Jahr.

Eine energetische Sanierung bringt damit deutlich mehr fürs Klima als eine Solaranlage. Grundsätzlich gilt aber: Jedes Engagement in diesem Bereich hilft dem Klima – mal mehr und mal weniger.

 

Rudolf Klapper,
Verbraucherzentrale NRW
Energieberater Köln

Bei der Müllvermeidung und -entsorgung gab es in den letzten Jahren riesige Fortschritte. Die Abfall- und Kreislaufwirtschaft hat die Emissionen seit 1990 um 70,5 Prozent senken können. Auch durch die energetische Nutzung von Abfällen und das verstärkte Recycling insbesondere von Glas, Papier und Pappe sowie von Metallen und Kunststoffen konnten weitere Einsparungen erzielt werden.

 

Übrigens: 97,7 Prozent der PET-Flaschen werden erneut verwertet. 34 Prozent werden zu neuen PET-Flaschen, der Rest wird zu Folie oder landet in Küchenfronten, in Autos, in Kleidung oder Rücksäcken.

Grundsätzlich hat die Wärmedämmung von Gebäuden eine positive Klimabilanz – auch mit Polystyrol (Styropor).

Dazu ein Beispiel: Dämmung eines Hauses mit 120 m2 Wohnfläche und 80 m2 Außenwandfläche. Im Lebenszyklus (Produktion und Entsorgung) von 25 cm dickem Polystyrol werden ca. 20 kg CO2-Äquivalent (CO2-e) Klimagase pro Quadratmeter freigesetzt*. Für die Dämmung der Außenwände im Beispiel entstehen also insgesamt 1.600 kg CO2-e Klimagase.

Gleichzeitig sinkt der Energieverbrauch – konservativ betrachtet um 15 Prozent. Werden für das Heizen des Gebäudes im ungekämmten Zustand 28.000 kWh Erdgas benötigt (Effizienzklasse G) so werden durch das Dämmen jedes Jahr 4.200 kWh Erdgas gespart. Macht eine jährliche Einsparung von 840 kg CO2-e Klimagasen**. Damit hat die Dämmung bereits nach 2 Jahren eine positive Klimabilanz.

Allerdings ist Polystyrol nicht das klimafreundlichste Material zum Dämmen. Durch alternative, nachwachsende Dämmstoffe wie zum Beispiel Holz, Kork oder Stroh kann die Klimabilanz der Dämmung noch einmal deutlich verbessert werden.

 

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* VDI ZRE Publikationen: Kurzanalyse Nr. 7,  Ressourceneffizienz der Dämmstoffe im Hochbau

** Volker Quaschning, REGENE­RATIVE ENERGIE­SYSTEME, Technologie – Berechnung – Simulation

Allgemein

Nein, natürlich nicht. Die Wirtschaft ist ein wichtiger Unterstützer der Energiewende und Treiber des globalen Klimaschutzes. Der Anteil der Treibhausgasemissionen in Nordrhein-Westfalen ist gemessen am weltweiten Ausstoß mit 0,6 Prozent sehr gering. Klimaschutz ist eine weltweite Herausforderung. Neben direkten Einsparungen der Treibhausgase hier vor Ort hilft die Wirtschaft dabei, adäquate technologische Lösungen für den Klimaschutz zu entwickeln. Insbesondere im Rheinland gibt es eine hervorragende Forschungslandschaft, auch in den Unternehmen. Der Austausch zwischen Wissenschaft und Forschung wird gelebt.

 

Gut zu erkennen ist dieser Erfolg auf dem Weltmarkt für Klimaschutzgüter. Im Jahresdurchschnitt wuchs dieser von 2002 bis 2011 um 13,2 Prozent und ist damit deutlich dynamischer als der Güterhandel im selben Zeitraum. Der Weltmarktanteil Deutschlands lag im Jahr 2012 bei 13,2 Prozent. Damit sind wir immerhin Vize-Weltmeister. Nur China und Hongkong waren besser. Übrigens steigen auch die Investitionen in den Umweltschutz stetig. Im Jahr 2012 hat allein das produzierende Gewerbe über 7,2 Mrd. Euro in diesem Bereich investiert.

Köln liegt 16.273 Kilometer von den Fidschi-Inseln entfernt. Diese bestehen aus über 300 einzelnen Inseln im pazifischen Ozean. Auf ihnen leben fast so viele Menschen wie in Köln. Unter Palmen? An weißen Sandstränden? Mit exotischen Tieren und Früchten?

 

Sollte man meinen. Aber das Inselparadies kämpft ums Überleben. Zum Verhängnis wird den Fidschi-Inseln, dass sie nur wenige Meter aus dem Wasser ragen. Steigt der Meeresspiegel im Zuge des Klimawandels auch nur um einige Zentimeter, gehen bereits viele Quadratmeter bewohnbaren Lands buchstäblich unter. Der Klimawandel schlägt auf den Fidschis als erstes zu, ihre Bewohner fürchten um ihre Lebensgrundlage und um ihre Heimat. Und das gilt nicht nur für die Fidschis, sondern auch für Teile Afrikas, Asiens oder Südamerikas.

 

Um an die Weltgemeinschaft zu appellieren, haben die Fidschi-Inseln die Präsidentschaft über die UN-Klimakonferenz 2017 übernommen, die hier bei uns im Rheinland, in der Kölner Nachbarstadt Bonn, vom 6. bis 17. November stattfindet. Die Botschaft: Lasst uns nicht allein! Tut etwas dagegen, dass der Meeresspiegel weiter steigt! Die Experten sind sich einig: Wir müssen die globale Erwärmung auf unter zwei Grad Celsius begrenzen. Nur dann besteht eine Chance, dass Köln eines Tages neben Barcelona, Peking oder Rio auch Partnerstadt der Fidschis wird.

 

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Die Initiatoren von #erklimadasmal haben sich zum Ziel gesetzt, den Klimaschutz durch lokale und regionale Projekte langfristig voranzutreiben. Rund 30 dieser Initiativen können Interessierte auf den #erklimadasmal-Veranstaltungen kennenlernen.

Ja, denn etwas Kaltes kann von alleine nur wärmer werden. Es sei denn, ich wende Energie auf. Das geschieht etwa bei einem Kühlschrank.

 

Die Erde ist, vereinfacht betrachtet, eine mit einer mehr oder minder guten Isolierung (Atmosphäre) ausgestatte Kugel im sehr kalten Weltall. Wird die Isolierung „besser“, steigt die Temperatur auf der Erde und natürlich auch andersherum.

 

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(Die Frage hat Henrik AMP eingereicht)

In Deutschland verursacht der Energiesektor rund 39 Prozent der Emissionen, gefolgt von Industrie (21 Prozent), Verkehr (18 Prozent), privaten Haushalten (10 Prozent), Landwirtschaft (8 Prozent), Gewerbe, Handel, Dienstleistung (4 Prozent) und der Abfallwirtschaft/Sonstige (1 Prozent)*.

Die CO2-Emissionen aus der Stromerzeugung für Industrie, Verkehr, Gewerbe, Handel, Dienstleistung und Haushalte sind beim Energiesektor subsummiert.

 

Um die Emissionen hierzulande langfristig einzuschränken, hat sich die Politik mit der Energiewende ehrgeizige Ziele gesetzt. Bis zum Jahr 2020 will man die CO2-Emissionen gegenüber 1990 um 40 Prozent und bis 2050 um bis zu 95 Prozent senken. Für die einzelnen Sektoren hat die Bundesregierung im Klimaschutzplan 2050 (s.u.) zudem individuelle Ziele für die Reduzierung von Treibhausgasen bis zum Jahr 2030 festgelegt. 2016 trugen erneuerbare Energien zum deutschen Bruttostromverbrauch übrigens bereits 32.3 Prozent bei – Tendenz steigend.** Auch die Stadt Köln hat sich verpflichtet, ihren Kohlendioxidausstoß bis zum Jahr 2030 im Vergleich zum Jahr 1990 um fünfzig Prozent zu reduzieren. Behilflich ist dabei u.a. die RheinEnergie mit dem Klimaschutzprogramm „Energie & Klima 2020“. 

 

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* Quelle: Umweltbundesamt (Stand: März 2015)

** Quelle: Umweltbundesamt (Stand: Dezember 2016)

Fest steht, dass das Klima durch verschiedene Faktoren beeinflusst wird. Die Änderung der Sonnenstrahlung ist dabei ein Faktor von vielen – aber nicht immer der wesentliche. Nach heutigem Stand der Wissenschaft lässt sich der größte Teil der globalen Erwärmung im Laufe der vergangenen 50 Jahre eindeutig auf die steigende Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre zurückführen. Simulationsrechnungen ergeben dabei übereinstimmend, dass der größte Teil dieser Gase vom Menschen verursacht wurde.

 

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(Die Frage hat Hannes Meier eingereicht)

Donald Trump setzt den schon während seines Wahlkampfs angekündigten Kurswechsel in der Klimapolitik konsequent um. Er will den „Krieg gegen die Kohle“ so schnell wie möglich beenden, um mögliche Arbeitsplatzverluste in den USA zu verhindern. Insbesondere die Arbeiterklasse und Klimawandelskeptiker konnte er so für sich gewinnen.

Sein Amtsvorgänger Barack Obama hatte eigentlich ganz andere Pläne für die Klimapolitik der USA und brachte während seiner Amtszeit den „Clean Power Plan“ auf den Weg. Dessen Ziel war es, die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2030 im Vergleich zu 2005 um 32 Prozent zu reduzieren. Diese und andere unter der Obama-Regierung beschlossene Klimaschutzmaßnahmen will Donald Trump nun abschaffen. Die Ankündigung, sich auch aus dem Pariser Klimaabkommen zurückziehen zu wollen, sorgte zuletzt für einen weltweiten Aufschrei.

 

Aktuell, so scheint es, versucht die US-Regierung um Donald Trump, einen größeren Konflikt in der Klimafrage doch zu vermeiden: Den per Gesetz alle vier Jahre vorgeschriebenen und gerade erst veröffentlichten wissenschaftlichen Klimareport von 13 US-Behörden blockierte das Weiße Haus nicht, obwohl dessen Inhalte den Standpunkten der Trump-Regierung größtenteils widersprechen.

Bei der internationalen Klimaschutzkonferenz vom 6. bis 17. November in Bonn müssen sich die USA vor diesem Hintergrund auf einiges an Kritik einstellen.

 

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Sieben Milliarden Menschen auf europäischem Lebensniveau? Das würde die Welt vermutlich nicht verkraften. Es ist aber einiges in Bewegung. So könnte der technologische Fortschritt dazu beitragen, dass wir künftig bei gleicher Leistung viel weniger Energie einsetzen müssen – zum Heizen, zum Autofahren, zum Betreiben der Industrieanlagen. Das könnte dann auch dazu führen, dass der Wandel des Lebensstils gar nicht so schwer ins Gewicht fiele. Die Volksrepublik China strebt übrigens eine Führungsrolle im globalen Klimaschutz an und entwickelt sich dabei zum Fortschrittsmotor.  Das Land verursacht rund ein Drittel der weltweiten CO2-Emmissionen und kämpft gegen massive Umweltverschmutzungen mit weitreichenden gesundheitlichen Folgen für die Bevölkerung an. China forciert den Ausbau der Erneuerbaren Energien ebenso wie die Elektromobilität. Das Land hat in der Vergangenheit dafür gesorgt, dass die Preise für Windkraft- und Photovoltaikanlagen massiv gesunken sind und der Ausbau – auch hierzulande – bezahlbar bleibt. Gleiches könnte nun im Bereich der Elektromobilität eintreten. Unmittelbar vor unserer Haustüre treibt die Bundesregierung mit der Energiewende gleichfalls ein ambitioniertes „Klimaschutzprogramm“ voran.

 

Und auch wir haben durch kleinere und größere Entscheidungen immer wieder die Möglichkeit, Einfluss auf den Klimawandel zu nehmen. Halogen oder LED? SUV oder Kleinwagen? Auto oder ÖPNV + Carsharing? Energetische Sanierung oder nicht?   

 

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(Die Frage hat Christoph Engelhardt eingereicht)

Dass der Klimawandel langfristig Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen hat, ist längst kein Geheimnis mehr. Wie drastisch sich etwa die Umweltverschmutzung schon heute auswirkt, zeigen die jüngsten Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

 

23 Prozent aller Todesfälle weltweit sind demnach auf gesundheitsschädliche Umwelteinflüsse zurückzuführen –  das entspricht etwa 12,6 Millionen Todesfällen pro Jahr*. Ganz oben auf der Liste der Todesursachen durch Umwelteinflüsse stehen dabei Schlaganfälle, Herzerkrankungen, Krebs, Atemwegserkrankungen und Infektionskrankheiten.

 

Steigende Durchschnittstemperaturen führen zu extremeren Wetterereignissen wie Dürre, Sturm, Überschwemmungen, Erdrutsche und nicht zuletzt zum Anstieg des Meeresspiegels. Die dadurch entstehenden Veränderungen im Ökosystem begünstigen die Verbreitung von Krankheitserregern und allergieauslösenden Pollen und können Trinkwasser- und Nahrungsmittelknappheit zur Folge haben.

 

Nach aktuellen Schätzungen der WHO werden zwischen 2030 und 2050 etwa 250.000 Menschen mehr an den Folgen des Klimawandels sterben – und zwar jedes Jahr**. Grund genug für uns alle, noch aktiver am Klimaschutz mitzuwirken.

 

* WHO (Stand März 2016)
**WHO (Stand Juli 2016)

 

(Diese Frage hat Kornelia Bratz eingereicht) 

Es gibt eine Vielzahl von Handlungsfeldern, über die wir den Klimawandel individuell beeinflussen können. Die meisten Effekte lassen sich dabei im Handlungsfeld „Konsum“ erzielen. Denn dieser trägt zu rund 28 Prozent der Summe aller Treibhausgasemissionen in Deutschland bei (CO2EQ). Dicht gefolgt von den Handlungsfeldern Mobilität (23 Prozent), Heizen (18 Prozent), Ernährung (14 Prozent) und Strom (7 Prozent).

 

Im Folgenden haben wir stichpunktartig aufgelistet, was jeder/e einzelne von uns konkret tun kann, um seine Treibhausgasemissionen im Alltag möglichst niedrig zu halten:

 

Bereich Konsum: Klimafreundlich einkaufen (saisonal, regional, fleischreduziert, bio, verpackungsreduziert, Tragetaschen nutzen), Vermeidung von Lebensmittelabfällen (Haltbarkeit oft auch jenseits des MHD gegeben, korrektes Lagern im Kühlschrank, kreative Resteküche), Selbstversorgung (Urban Gardening), Ressourcenschutz und Müllvermeidung (Kauf reparaturfreundlicher Produkte, teilen statt besitzen, Flohmarktkäufe, Re- und Upcycling), Entschleunigung des Konsums (z.B. nicht jedes Jahr ein neues Handy kaufen).

 

Bereich Mobilität: Zu Fuß gehen, Fahrrad fahren, ÖPNV nutzen, Car-Sharing, eco-driving, Fliegen vermeiden.

 

Heizungsenergie: Reduktion der Raumwärme, häufiger mal dicke Socken und einen warmen Pullover anziehen und die Heizung dafür herunter drehen (1 °C weniger Wärme = 6 Prozent weniger Heizkosten), korrektes Lüften (Stoßlüften statt Dauerlüften), Nutzen von klimaschonender Fernwärme, gute Wärmedämmung im Gebäude nutzen.

 

Stromverbrauch: Vermeiden von Standby-Verbräuchen (durch schaltbare Steckerleisten), Licht ausschalten in ungenutzten Räumen, Erwerb energieeffizienter Geräte, Kühlschränke abtauen, Kaffeemaschinen entkalken, Multitasking vermeiden (nicht alle Geräte gleichzeitig eingeschaltet haben: Fernseher/Radio, Computer, …), Wäsche ohne Trockner lufttrocknen.

 

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(Diese Frage hat Stephanie eingereicht)

Die Jahresdurchschnittstemperatur betrug 1850 7,1 Grad Celsius (nach Baur). 2016 betrug die Temperatur im Durchschnitt 9,5 Grad Celsius (nach Baur).

 

(Diese Frage hat Gerd Hofmann eingereicht)

Die Ozonschicht umgibt unsere Erde wie ein unsichtbarer Schutzschild. Diese Schicht sorgt dafür, dass schädliche UV-B und UV-C Strahlen, die von der Sonne ausgehen, absorbiert werden. Somit werden Pflanzen, Tiere und Menschen vor Strahlenschäden geschützt. In den vergangenen Jahrzehnten war zu beobachten, dass diese Schutzschicht immer dünner wurde – besonders über der Antarktis.

 

Schädlich für die Ozonschicht sind vor allem chlorhaltige Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), die beispielsweise als Kältemittel zum Einsatz kamen. Vor 30 Jahren wurde das Montrealer Abkommen zum Schutz der Ozonschicht unterzeichnet. Seitdem wurde das Protokoll immer weiter nachverhandelt. Die Produktion ozonschädigender Substanzen ging infolgedessen um 99 Prozent zurück. Dies hat dazu geführt, dass sich die Ozonschicht nachweislich erholt hat und wieder dicker wurde. Auch wenn sich das Ozonloch heute langsam wieder schließt, wird es noch Jahrzehnte dauern, bis von einer kompletten Heilung der Ozonschicht gesprochen werden kann. Der Kampf der Menschheit gegen das selbst verschuldete Ozonloch gilt dennoch als bislang größter Erfolg internationaler Umweltpolitik.

 

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Neben der Lufttemperatur gibt es weitere Faktoren, die Einfluss auf Masse und Fläche eines Gletschers haben. Dazu zählen etwa die Häufigkeit und Intensität von Niederschlägen oder die Menge des Kyrokonit genannten Oberflächenstaubs auf Gletschern (reduziert die Oberflächenreflexion und trägt damit zur Gletscherschmelze bei). 1850 gab es mit dem Ende der „Kleinen Eiszeit“ zudem einen „natürlichen“ Anstieg der Durchschnittstemperatur. Diese Phänomene könnten Einfluss auf das beschriebene Phänomen der Gletscherschmelze ab 1850 gehabt haben. 

 

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(Diese Frage hat Wilfried Schultz-Rotter eingereicht)

CO2 trägt in der Tat dazu bei, dass ein Teil der Wärmeabstrahlung von der Atmosphäre wieder in Richtung Erde reflektiert wird. Dieser vom Menschen verursachte (zusätzliche) Treibhauseffekt schließt sehr kalte Temperaturen, wie jene in der sternenklaren Nacht, aber nicht aus. Der beschriebene Treibhauseffekt sorgt aber dafür, dass es auf der Erde im Durchschnitt immer wärmer wird.

 

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(Diese Frage hat Gerd Hofmann eingereicht)

Fest steht, dass die Menschheit den Anstieg der Durchschnittstemperatur im Vergleich zur vorindustriellen Zeit bis zum Ende des Jahrhunderts auf unter 2 Grad Celsius, besser noch auf unter 1,5 Grad Celsius beschränken muss. Auf diese Ziele hat man sich auf der UN-Klimakonferenz in Paris 2015 bereits einigen können. Gelingt das nicht, drohen durch den Klimawandel schwerwiegende Folgen: Meeresspiegelanstieg, die Zunahme extremer Wetterereignisse, Versteppung und Landflucht, um nur einige zu nennen. Auf der UN-Klimakonferenz in Bonn geht es nun darum, Lösungen zu erarbeiten, mit denen das in Paris formulierte Ziel zu erreichen ist.

 

Am Ende des Treffens wird man ein ganzes Bündel von Maßnahmen präsentieren, dass zuvor in dutzenden Gremien von den rund 25.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausgehandelt wurde. Im Kern wird es darum gehen, wie die durch den Menschen verursachten Treibhausemissionen in den Bereichen Mobilität, Industrie, Wärme, etc. zu begrenzen sind. Denn darin liegt letztlich der Schlüssel, um den Klimawandel nachhaltig zu stoppen.   

Was jeder von uns bereits jetzt tun kann, um seine CO2-Emissionen zu begrenzen, haben wir weiter oben beschrieben (Wie können wir als Endverbraucher den Klimawandel am stärksten beeinflussen?).

 

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(Diese Frage hat Jaime Altenrath eingereicht)

Sowohl Kühe als auch Menschen produzieren bei der Verdauung Treibhausgase. Eine Kuh rülpst und furzt pro Tag rund 230 Liter Methan aus. Das Gas ist rund 25-mal so schädlich für das Klima wie dieselbe Menge CO2. Darmwinde von Menschen enthalten ebenfalls Klimagase, davon aber deutlich weniger. Ein menschlicher Furz besteht aus rund 65 Prozent Stickstoff, 20 Prozent Wasserstoff, zehn Prozent Kohlendioxid, drei Prozent Methan sowie zwei Prozent Sauerstoff. In der Summe ist ein menschlicher Pups damit weniger klimaschädlich als der einer Kuh.

 

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Änderungen der Durchschnitttemperatur hat es auf unserem Planeten schon immer gegeben. Die Ursachen dafür sind vielfältig. So können eine veränderte Sonnenaktivität oder Vulkanausbrüche längerfristige Temperaturschwankungen zur Folge haben. Der aktuell zu beobachtende Temperaturanstieg ist hingegen eindeutig auf den vermehrten Ausstoß von Treibhausgasen durch den Menschen zurückzuführen. Diese klimaschädlichen Gase entstehen vornehmlich bei der Verbrennung fossiler Energieträger wie Öl oder Gas und sorgen dafür, dass die Wärmeabstrahlung von der Erde ins All behindert und es auf unserem Planeten folglich immer wärmer wird.

 

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Die globale Mitteltemperatur hat in Bodennähe zwischen 1901 und 2001 um rund 0,8 Grad Celsius zugenommen. Zwei Drittel der Erderwärmung entfallen auf den Zeitraum seit Mitte der 1970er Jahre. Die Jahre 2001 bis 2011 gehörten zu den wärmsten seit Beginn der instrumentellen Temperaturaufzeichnung im Jahr 1861.*

 

Besonders deutlich zeigt sich der Temperaturanstieg in den hohen Breiten der Nordhalbkugel. Die durchschnittliche Temperatur in der Arktis ist in den letzten 100 Jahren beinahe doppelt so schnell gestiegen wie im globalen Mittel. Die Folge: Die durchschnittliche jährliche Ausdehnung des arktischen Meereises schrumpft um etwa 2,7 Prozent pro Jahrzehnt – in den Sommermonaten sogar um 7,4 Prozent. Auch die Dicke des arktischen Meereises hat deutlich abgenommen.**

 

Modelrechnungen sagen voraus, dass bis zum Jahr 2100 von einem mittleren globalen Temperaturanstieg zwischen 1,8 und 4,0 Grad Celsius auszugehen ist. Auf der Bonner Klimakonferenz suchen die Teilnehmer nach konkreten Maßnahmen, mit denen der Temperaturanstieg auf unter 2 Grad Celsius begrenzt werden kann.

 

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*WMO 2012
** IPCC 2007

Das Klima beeinflusst unser tägliches Leben auf der Erde. Ändert sich das Klima, hat dies weitreichende Konsequenzen für Mensch und Natur. Der sogenannte Klimawandel wird größtenteils durch den Ausstoß von Treibhausgasen verursacht. Er zeigt sich in langsam steigenden Durchschnittstemperaturen und häufigen Extremwetterereignissen wie Hitzewellen, Dürren, Stürmen oder Starkregen mit Überflutungen.

 

Diese extremen Wetterbedingungen haben wiederum Auswirkungen, die man als Klimafolgen bezeichnet: Ist die Nahrungsmittel- und Trinkwasserversorgung nicht mehr gewährleistet, nehmen Armut und Hunger zu – ein Kampf um die Verteilung der verbleibenden Ressourcen beginnt. Auch die Verbreitungsgebiete von Tier- und Pflanzenarten ändern sich, viele weitere Arten könnten dann aussterben.

 

Wird der Klimawandel nicht gestoppt und die Durchschnittstemperaturen steigen weiter an, wird das Abschmelzen weiträumiger Eisflächen in den Polargebieten zu einer besonderen Gefahr. Die Eisflächen reflektieren das Sonnenlicht und am Boden bleibt es kalt. Schmilzt das Eis, erwärmt sich der darunter liegende dunkle Untergrund, der die Sonnenstrahlen nicht mehr ausreichend reflektieren kann, und die globale Erwärmung wird verstärkt. Außerdem werden beim Auftauen von Dauerfrostböden große darin gespeicherte Mengen Methan und Kohlendioxid zusätzlich in die Atmosphäre freigesetzt.

 

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(Diese Frage hat Ilayda Celik eingereicht)

Bei der mittelalterlichen Warmzeit nimmt man an, dass diese auf gewisse Regionen – zumeist auf der Nordhalbkugel – beschränkt war und nicht global auftrat. Eine Ableitung aus diesem Phänomen auf einen globalen Klimawandel ist hier nicht möglich. Während der römischen „Blütezeit“ war es in der Tat deutlich wärmer und auch die Alpengletscher waren kleiner als heute. Über vertiefende Analysen dieses Phänomens und ob das Phänomen global Auftrat oder wodurch dies verursacht wurde, finden sich in einer ersten Recherche wenige belastbare Fakten.

 

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(Diese Frage hat Stephan Boyens eingereicht)

Zahlreiche Wissenschaftler und Mediziner warnen seit Jahren davor, dass der Klimawandel neue Infektionskrankheiten nach Mitteleuropa bringt. Steigende Temperaturen und vermehrt auftretende Wetterextreme bieten für Viren und ihre Überträger perfekte Voraussetzungen. Mildere Winter und feuchte Sommer sind insbesondere für Mücken ideal.

 

Durch den Klimawandel finden diese Tiere nun auch in nördlicheren oder höheren Lagen gute Lebensbedingungen vor. Malaria beispielsweise trat in den hochgelegenen afrikanischen Hauptstädten Nairobi, Addis Abeba und Antananarivo sehr selten auf. Durch das mildere Klima dringt einer der Hauptüberträger, die Anophelesmücke, jetzt auch in diese Städte vor – und mit ihr die Krankheit.

 

In Europa, vor allem in Italien und den südlichen Regionen, breitet sich seit Jahren die Tigermücke aus. Sie kommt aus Asien, ist ein Überträger des Dengue- und Chikungunya-Fiebers und findet inzwischen auch in einigen südlichen Teilen Deutschlands immer bessere Lebensbedingungen vor.

 

Der Klimawandel ist jedoch nur ein Grund für die Verbreitung seltener und tropischer Krankheiten. Die Globalisierung – Handel, Migration und Reisen – spielen ebenfalls eine gewichtige Rolle. So gelangten die Larven der Tigermücke erst durch den Handel mit Gummireifen oder Pflanzen  nach Europa.

Diese Frage zu beantworten ist nicht so leicht, wie es auf den ersten Blick scheint. Denn: Wegwerfwindeln machen zweifellos viel Müll und belasten damit die Umwelt. In manchen deutschen Städten machen sie 10 Prozent des Müllaufkommens aus. Kein Wunder, denn ein Baby muss im Schnitt 5.000 mal gewickelt werden, bei durchschnittlich 660.000 Geburten pro Jahr kommen allein in Deutschland täglich 8 Millionen Wegwerfwindeln zusammen – und mit ihnen jede Menge Abfall (rund 400.000 Tonnen jährlich). Diese Unmengen Abfall können zwar durch Stoffwindeln vermieden werden, jedoch belasten auch diese die Umwelt, da sie sehr oft und sehr heiß gewaschen werden müssen. Ihre Ökobilanz lässt sich verbessern, wenn sie bei höchsten 60° Grad mit einem umweltschonenden Waschmittel und bei voller Ladung gewaschen werden und man auf den energiefressenden Wäschetrockner verzichtet.

 

Ein weiterer Nachteil von Wegwerfwindeln ist, dass für den saugstarken Zellstoff riesige Mengen an Holz gefällt werden müssen, die mit hohem Einsatz von Wasser, Energie und Chemikalien verarbeitet werden. Stoffwindeln hingegen werden aus Baumwolle hergestellt, bei deren Anbau häufig Pestizide und Mineraldünger eingesetzt werden. Zudem kommt es hier zu einem hohen Wasserverbrauch. Eine sinnvolle Alternative sind hier Windeln aus kontrolliert biologisch angebauter Baumwolle.

 

Eine eindeutige Bilanz, welche Windelsorte tatsächlich eine bessere Ökobilanz hat, ist nicht möglich, da diese von zu vielen Einzelfaktoren und vom individuellen Nutzungsverhalten abhängt. Zudem gibt es keinerlei aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen zu diesem Thema. Die letzte Studie wurde 2005 in Großbritannien durchgeführt, deren Ergebnisse mittlerweile – auch durch Weiterentwicklungen bei der Windelherstellung – keine Gültigkeit mehr haben dürften. Gäbe es eindeutige wissenschaftliche Ergebnisse, wäre eine Unterstützung oder Finanzierung der (wahrscheinlich) klimaschonenderen Stoffwindeln sicher ein weit verbreitetes Thema. So beschränkt es sich aktuell noch auf einige österreichische Bundesländer und Kommunen. Dort gibt es bereits Förderungen in Form von Gutscheinen, die den Umstieg auf Stoffwindeln leichter und attraktiver machen sollen.

 

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Ja, sind sie. Allerdings kommt nun das große „aber“: Die umweltfreundliche Verwertung der kompostierbaren Müll- und Einkaufstüten funktioniert nicht so, wie ursprünglich von den Herstellern angedacht. Entsorgt man die Tüten, die aus kompostierbarem oder biologisch abbaubarem Plastik hergestellt werden, in der Biotonne, hat dies leider nicht die gewünschte umweltschonende Wirkung. Der Grund: Sie sind von den herkömmlichen Plastiktüten nicht zu unterscheiden und werden daher automatisch von den Kompostierungsanlagen als Störstoff aussortiert. Die Folge: Die Bio-Alternative landet in der Müllverbrennung. Verwechselt man selbst zu Hause „normale“ und kompostierbare Tüten, hat auch dies negative Folgen für die Umwelt. Werden die Bio-Tüten in die gelbe Tonne geworfen, stört sie den Stoffkreislauf in der Verpackungsmüllsammlung, da sich ihre Materialien in der Weiterverarbeitung auflösen und sich als dünner Film auf die restlichen Stoffe legen. 

 

Einzig die Entsorgung auf dem eignen Komposthaufen sorgt dafür, dass die Ökobilanz der neuartigen Tüten besser ausfällt als die der herkömmlichen. Allerdings gibt es auch hier ein „aber“: Sie enthalten einen geringen Anteil sogenannter einfacher Polymere (chemischer Stoff), die im Kompost als Kleinstbestandteile zurückbleiben und über die Verwertung der kompostierten Erde ins Gemüsebeet gelangen.

Wie wir nicht erst seit Mai dieses Jahrs wissen, sind Tornados auch in Deutschland durchaus möglich – wenn auch zum Glück längst nicht so häufig wie beispielsweise im Mittleren Westen der USA. Dort trifft häufig trocken-kalte Luft aus dem Norden mit feucht-warmer Luft aus der Region des Golfes von Mexiko zusammen. Diese extremen Temperaturunterschiede führen zu kräftigen Druckunterschieden. Durch diese entstehen dann in Gewitterwolken starke Aufwinde, in denen die Luft zu rotieren beginnt. So kommt es zu den markanten „Rüssel“ aus Staub und Wassertropfen, die wir bei Tornados beobachten. Da in Mitteleuropa die Alpen und die Pyrenäen die feuchtwarme Luft aus dem Mittelmeerraum daran hindern, bodennah einzuströmen, kommt es bei uns nicht so häufig zu extremen Temperaturschwankungen und damit auch nur selten zu Tornados.

 

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Wirtschaft

Stellen Sie sich vor, Sie laufen gerade barfuß am Strand. Das Wasser kühlt angenehm Ihre nackten Füße, Sie drehen sich um und erblicken im Sand Ihre gut sichtbaren Fußabdrücke. Dann hat sie das Wasser wieder weggespült. Wussten Sie schon, dass Sie auch ganz andere Fußabdrücke auf der Erde hinterlassen? Solche, die das Meer nicht mal eben wegspült und die noch ganz lange sichtbar sind? Ob Kleidung oder Lebensmittel: Unser Leben hängt von den Ressourcen ab, die uns die Natur zur Verfügung stellt. Sie können Ihren Lebensstil messbar machen. Das geht mit dem sogenannten „ökologischen Fußabdruck“. Er ist ein Bild, das für den Ressourcenverbrauch steht und zeigt, wie groß Ihr Fußabdruck auf dieser Erde ist. Ob Sie wohl auf zu großem Fuß leben?

 

Sneaker gehören zu den beliebtesten Freizeitschuhen, doch nicht selten sind sie alles andere als umwelt-und gesundheitsfreundlich. Wenn Sie beispielsweise gerne Sneaker tragen, aber Ihren ökologischen Fußabdruck verkleinern wollen, dann schauen Sie genau hin, wie und wo die Schuhe produziert werden.

 

Für das Klima sind besonders drei Aspekte der Textil- und Bekleidungsindustrie relevant: 

 

  • Produktion und Verarbeitung der Materialien
  • Herstellung des Endprodukts
  • Transport von Zwischen- und Endprodukten

 

Wenn Sie den ökologischen Fußabdruck Ihres Schuh- und Kleiderschranks also verringern wollen, sollten Sie auf all diese Faktoren achten. Nachhaltig produzierte Schuhe sind nicht leicht zu finden, denn gerade bei Schuhen gibt es viele Sünden, die die Produktion betreffen. Wollen wir mit gutem Gewissen laufen, dann müssen wir es barfuß probieren! So schätzt Greenpeace die aktuelle Situation in der Schuhindustrie ein. Schuhe, die unter sozial, ökologisch und politisch einwandfreien Bedingungen produziert werden, gibt es kaum. 

 

In den letzten Jahren hat sich in der Modewelt jedoch eine Szene mit eigenen Marken und Shops etabliert, die großen Wert darauf legt, diese negativen Faktoren nicht nur selbst zu minimieren, sondern ihre Kunden auch ausgiebig darüber zu informieren, wie umweltverträglich die angebotenen Kleidungsstücke jeweils tatsächlich sind. 

 

Achten Sie auf Hersteller, die 1. Wert auf ökologische Produktion 2. faire Arbeitsbedingungen und 3. möglichst kurze Transportwege legen. Nachhaltige Hersteller verwenden vorwiegend natürliche Materialien (beispielsweise Naturkautschuk) und zertifizierte Stoffe (Biobaumwolle), verzichten aber auf giftige Stoffe (etwa beim gegerbten Leder). Die Schuhe sind vegan und/oder nutzen Recycling-Stoffe. Meist werden die Schuhe in Handarbeit aus regionalen Rohstoffen in Europa produziert. Achten Sie auch auf Fair-Trade-Siegel!

 

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Die Initiatoren von #erklimadasmal haben sich zum Ziel gesetzt, den Klimaschutz durch lokale und regionale Projekte langfristig voranzutreiben. Rund 30 dieser Initiativen können Interessierte auf den #erklimadasmal-Veranstaltungen kennenlernen.

Der Begriff der Postwachstumsökonomie beschreibt ein Wirtschaftssystem, welches sich durch eine Wachstumsrücknahme auszeichnet und nicht auf Wirtschaftswachstum angewiesen ist. Der Weg zur Postwachstumsökonomie basiert auf insgesamt fünf Entwicklungsschritten, die sich auf einen Wandel von Lebensstilen, Versorgungsmustern, Produktionsweisen und auf institutionelle Innovationen im Bereich des Umgangs mit Geld und Boden beziehen.

 

In Bezug auf den Klimawandel beschreibt die Postwachstumsökonomie eine Deckelung von Umweltbeanspruchungen. Hierbei sollen individuelle CO2-Bilanzen konkretisiert werden, bei der jede Person ein Anrecht auf ein jährliches Emissionskontingent hätte. Die Summe aller Kontingente dürfte höchstens der globalen Gesamtbelastung entsprechen, die mit der Einhaltung des Zwei-Grad-Klimaschutzziels vereinbar wäre. Um das Zwei-Grad-Klimaschutzziel bei über sieben Milliarden Menschen zu erreichen, müsste jeder Erdbewohner seine Bedürfnisse im Rahmen eines individuellen CO2-Kontingents von nicht mehr als 2,7 Tonnen befriedigen. Zum Vergleich: In Deutschland verursacht jeder Mensch aktuell etwa zehn Tonnen CO2 pro Jahr.

 

Eine interessante Theorie, die gerade viel Aufmerksamkeit erhält. Ob die Postwachstumsökonomie umsetzbar und damit eine realistische Lösung für den Klimawandel ist, bleibt abzuwarten.

 

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(Diese Frage hat Volker Ermert eingereicht)

Tatsächlich gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Modefirmen, die sich sowohl ihrer sozialen Unternehmensverantwortung bewusst sind als auch auf einen nachhaltigen und ökologisch „sauberen“ Prozess bei der Herstellung ihrer Kleidung achten. Ökologische Standards in der Produktion können und werden durch externe Kontrollen von Zertifizierungs- und Überprüfungsinstituten erfasst. Wird ein solcher Standard vorangetrieben und schließlich als eigenes Produktsiegel oder „Label“ implementiert, können diese an Modefirmen vergeben werden.

 

Dem Produkt wird so ein zusätzlicher Wert verliehen. Ein solches Siegel ermöglicht dem Verbraucher eine bewusstere Kaufentscheidung. Wofür die einzelnen Labels stehen und welche Aspekte der Standards wie stark berücksichtigt werden, ist sehr unterschiedlich. GOTS (Global Organic Textile Standard) und das Fairtrade-Label beispielsweise stehen in ökologischer Hinsicht dafür, dass bei der Herstellung keine gefährlichen Chemikalien verwendet werden. Sie fordern u. a. ein vollständiges Monitoring des Wasserverbrauchs.

 

Zur Produktion von Bekleidung gehören auch hochkomplexe Lieferketten, die den gesamten Globus umspannen. Die CO2-Emissionen zu verringern und den ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten, ist klares Ziel einer „grünen“ Logistik – ein Trend, zu dem sich auch immer mehr Modefirmen bekennen. Durch die bewusste Wahl von geeigneten Logistikdienstleistern und Transportmitteln kann der Energieverbrauch zumindest reduziert werden.

 

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Mobilität

Rund 28 Prozent des Energieverbrauchs in Deutschland entfallen auf den Verkehrssektor. Eine ganze Menge also – und damit auch eine gute Möglichkeit, um Energie und klimaschädliches CO2 einzusparen.

Elektrofahrzeuge können dazu einen wertvollen Beitrag leisten, besonders dann, wenn man sie mit Ökostrom betankt. Ein weiterer Vorteil der Stromer: Neben den Schadstoffemissionen senken E-Fahrzeuge zusätzlich die Geräuschemissionen in den Innenstädten. Denn die Stromer sind nahezu lautlos unterwegs.

 

Darüber hinaus gibt es noch weitere Fortbewegungsmittel, mit denen sich Energie und Klimagase einsparen lassen: gemeinschaftliche genutzte Autos oder Busse des ÖPNV ebenso wie gut besetzte (oder befüllte Güter-) Züge.

 

Übrigens: Im Stadtverkehr kann auch ein Fahrrad eine gute und vor allem schnelle Alternative sein, um ans Ziel zu kommen.

 

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Stammte der Strom für Elektroautos ausschließlich aus Kohle- und Atomkraftwerken, würde der „Auspuff“ auf diese Art lediglich verlagert. Deshalb legen viele Anbieter von Ladeinfrastruktur Wert darauf, dass der angebotene Strom aus erneuerbaren Quellen stammt. Die Fördermittelvergabe ist zumeist an ebendiese Bedingung gebunden. Das Kölner TankE-Netzwerk betreibt seine Ladesäulen übrigens auch mit Öko-Strom.

 

Erdgas eignet sich hervorragend als Übergangstechnologie. Letztlich ist Erdgas aber auch ein fossiler Energieträger und trägt als solcher nicht zum Klimaschutz bei. Denn auch bei der Verbrennung von Erdgas entsteht klimaschädliches CO2. Mittelfristig muss die Ladeinfrastruktur gemeinsam mit den erneuerbaren Energiequellen ausgebaut werden. Denkbar sind ebenfalls Lösungen, bei denen die Akkus der Elektroautos als Zwischenspeicher für überschüssige Energie aus Wind- und Solarkraft dienen. In Zeiten, in denen der Wind nur schwach weht und die Sonne wenig scheint, könnte man diese Energie dann wieder in die Netze einspeisen und für jedermann verfügbar machen.

Trotz hoher Spritpreise, einer ökologischen Grundsensibilität in der Bevölkerung sowie verfügbarer alternativer Mobilitätsformen ist es der Wunsch vieler Verbraucher, mit geländetauglichen Fahrzeugen unterwegs zu sein. Durch das hohe Gewicht der Fahrzeuge und die geringere Windschlüpfrigkeit wurden in den vergangenen Jahrzehnten erreichte Effizienzgewinne der Motorentechnik wieder zunichtegemacht. Gleichzeitig stieg die Verkehrsleistung der Bevölkerung an (mehr und längere Wege), sodass der Verkehrsbereich der einzige ist, bei dem der CO2-Ausstoß bislang nicht gesenkt werden konnte.

 

 

Verkäufe werden bereits insofern reglementiert, dass neu zugelassene Pkw nicht mehr als 120 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen dürfen; hier wird der Flottendurchschnitt je Hersteller zu Grunde gelegt. Diese Grenze wird ab dem Jahr 2020 auf 95 Gramm CO2 pro Kilometer sinken. Insofern müssen die Hersteller reagieren und entweder das Gewicht der Fahrzeuge reduzieren, die Motorentechnik weiter optimieren bzw. alternative Antriebstechniken anbieten oder effizientere Abgasreinigungssysteme serienmäßig einbauen. Gelingt dies nicht, drohen ihnen erhebliche Strafzahlungen an die EU. Der Staat kann zusätzlich das Käuferverhalten durch Anreize (z. B. stärkere Förderung des ÖPNV, Carsharing, Elektromobilität etc.) beeinflussen.

 

Häufig sind die SUV mit Dieselmotoren ausgestattet, die gegenüber Benzinern mehr Feinstaubpartikel sowie Stickstoffoxide emittieren. Auch an dieser Stelle gibt es gesetzgeberische Regulierungsmöglichkeiten. Ein Beispiel sind die Umweltzonen in vielen Städten, in die ausschließlich Pkw einfahren dürfen, die gewisse Emissionsgrenzwerte einhalten. In vielen deutschen Kommunen wird dennoch der geltende Grenzwert von 40 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter mehr als 18 mal im Jahr überschritten. Daher hat die Deutsche Umwelthilfe diese Kommunen verklagt, um Nachbesserungen bei den jeweiligen Luftreinhalteplänen zu erwirken.

 

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Ein allgemeines Tempolimit hätte positive Konsequenzen für die Umwelt. Durch eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 120 km/h auf Autobahnen reduzierten sich die durch Pkw emittierten Stickoxide um 16 Prozent; die Kohlendioxid-Emissionen verringerten sich um 9 Prozent.* 3 Millionen Tonnen CO2 ließen sich so jährlich einsparen. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h halbieren sich die CO2– und Schadstoffemissionen im Vergleich zu Tempo 120 sogar. Auch die Lärmbelastung ist bei niedriger Geschwindigkeit deutlich geringer – inner- wie außerorts.

Sinkt das Tempo, steigt die Sicherheit: Die Gefahr schwerer Unfälle nimmt mit einem Tempolimit nachweislich ab. Das zeigen Untersuchungen aus dem Ausland und auf einzelnen Autobahnabschnitten hierzulande.

 

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* Umweltbundesamt 1999

 

(Die Frage hat Klaus Klinkhammer eingereicht)

Diese Fragestellung ist bereits Gegenstand zahlreicher Untersuchungen gewesen, die jedoch auf Grund unterschiedlicher Schwerpunkte zu ebenso unterschiedlichen Ergebnissen gekommen sind. Tendenziell haben Elektroautos nur marginale Vorteile gegenüber Autos mit Verbrennungsmotor – doch auch das ist vom jeweiligen Blickwinkel abhängig und eine kritische Auseinandersetzung mit den Studien angebracht.

 

Zusammenfassend lässt sich das Folgende festhalten:

Pro Erdgasauto:

  • im Vergleich zu Benzin- und Diesel-Pkw deutlich weniger Emissionen
  • guter Wirkungsgrad

Contra Erdgasauto:

  • Erdgas ist ein fossiler, endlicher Energieträger
  • Erdgas muss überwiegend importiert werden

Pro Elektroauto:

  • keine direkten Emissionen beim Einsatz von Öko-Strom
  • hoher Wirkungsgrad (95 Prozent)

Contra Elektroauto:

  • seltene Erden und Kupfer zur Herstellung des Motors notwendig
  • Akku auf Lithium-Basis (massiver Bergbau notwendig)
  • Akku giftig und nur bedingt recycelbar
  • setzt flächendeckende Ladeinfrastruktur voraus

Was der Umwelt in jedem Fall hilft: weniger Autofahren! Viele Ziele lassen sich auch bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen. Die Klimabilanz dieser Fahrzeuge ist auf jeden Fall deutlich besser als die von Pkw – egal ob elektro- oder erdgasbetrieben.

 

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(Diese Frage hat Sandra eingereicht)

Wann das erste große, elektrisch betriebene Fracht- oder Passagierflugzeug von der Landebahn abheben wird, darüber herrscht noch Uneinigkeit. Experten gehen davon aus, dass dies in und 30 Jahren der Fall sein könnte. Fakt ist, dass unter anderem die großen Flugzeugbauer Boeing und Airbus seit einigen Jahren intensiv an Flugzeugen mit Elektromotoren forschen.

 

Die wohl größte Herausforderung auf diesem Weg: Elektromotoren, wie sie bislang beispielsweise in der Automobilindustrie zum Einsatz kommen, sind aufgrund ihres Verhältnisses von Gewicht zu Leistung für die Luftfahrt unbrauchbar. Die Leistungsfähigkeit dieser Motoren müsste um den Faktor zehn erhöht werden.

 

Mehrere elektrobetriebene Maschinen haben bereits ihre Flugtauglichkeit unter Beweis gestellt – vom Segelflugzeug bis hin zum Kleinflugzeug. Mit besonderem Interesse verfolgt die Branche zurzeit die „Extra 330 LE“, ein Kunstflugzeug. Der verbaute Elektromotor ist im Gewichts-Leistungs-Verhältnis bereits um den Faktor fünf erhöht, die Maschine dient als fliegendes Versuchslabor. Das Kunstflugzeug ist für extreme Manöver ausgelegt und kann den Motor härtesten Belastungstests unterziehen.

 

Es gibt jedoch noch viele Hürden, die der Elektroantrieb auf seinem Weg in die großen Fracht- und Passagiermaschinen nehmen muss, etwa die nicht vorhandene Infrastruktur an den Flughäfen. Allen Unwägbarkeiten zum Trotz möchte Airbus gemeinsam mit Siemens bis zum Jahr 2030 einen Hybrid-elektrischen Regionaljet starten lassen.

 

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Die Radverkehrsförderung ist ein wichtiger Baustein in den Konzepten, die die Stadt Köln entworfen hat, um die Infrastruktur Kölns den veränderten Mobilitätsbedürfnissen ihrer Bürgerinnen und Bürger anzupassen. So hat die Stadt Köln für ihre zukünftige Mobilitätsentwicklung das Strategiepapier Köln mobil 2025 entwickelt. Eines der Leitziele des Konzeptes ist es, den Fahrradverkehr zu fördern, um dessen Potenziale für die innerstädtische Mobilität zu erschließen.

 

Zur Förderung des Fahrradverkehrs arbeitet die Stadt Köln zudem kontinuierlich an der Umsetzung verschiedener Projekte:

  • In einem gerade gestarteten Pilotprojekt testet das Amt für Straßen und Verkehrstechnik die Verlagerung des Radverkehrs auf den Ringen vom Radweg auf die Fahrbahn. Radfahrende können nun wählen, ob sie auf dem zuvor benutzungspflichtigen Radweg fahren möchten, oder lieber auf der Fahrbahn.
  • Auch für den Gürtel konnte in Teilbereichen eine Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht erfolgen, etwa auf dem Abschnitt zwischen Gustav-Heinemann-Ufer und Bonner Straße. Im weiteren Verlauf des Gürtels besteht allerdings eine zu hohe Belastung durch Kfz- und Schwerlastverkehr, als dass dort eine Freigabe der Fahrbahn für Radfahrende derzeit möglich wäre.
  • Auf der Ulrichgasse werden derzeit im Rahmen der Umsetzung des Radverkehrskonzeptes Innenstadt die Fahrspuren für den Autoverkehr reduziert und dem Radverkehr zur Verfügung gestellt. Mit dieser Maßnahme ist im August 2017 begonnen worden und die Fertigstellung des ersten Teils der Bauarbeiten erfolgt bis Ende November 2017.
  • Am Hohenzollernring gibt es für Radfahrende nun ein eigenes Ampelsignal zwischen Maastrichter Straße und Ehrenstraße zur Querung der Ringe. Bisher mussten Radfahrende an dieser Stelle zwangsläufig die Fußgängerampel nutzen. Durch das neue Ampelsignal können Radfahrende ab sofort sicher und direkt den Hohenzollernring überqueren.
  • Darüber hinaus verfolgt die Stadt Köln ein Radwegesanierungsprogramm. Bestehende Radinfrastruktur wird dabei sukzessive modernisiert und instand gesetzt, sodass Radfahrende sicher und bequem die Wege nutzen können.

 

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Derzeit werden für ca. 90 % der Mobilität nicht erneuerbare Energien verwendet. Die fossilen Energieträger (Öl, Gas) werden entweder direkt verfeuert oder in Kraftwerken zu Strom verwandelt (Kohle, Öl, Gas). Die Vorkommen sind endlich, egal ob der Großteil des Verkehrs mit Verbrennungsmotoren fährt oder einfach auf Elektroantriebe (Batterie, Wasserstoff) umgestellt und der Strom konventionell hergestellt wird. Erneuerbare Energien (Biokraftstoffe, Biogas und „Ökostrom“) haben hier den entscheidenden Vorteil, dass sie dauerhaft verfügbar bleiben, auch wenn die natürlichen Ressourcen der Erde einmal ausgehen. Es ist also falsch zu denken, dass man die Elektromobilität nicht weiterverfolgen sollte, nur weil man befürchtet, nicht genügend Ökostrom produzieren zu können.

 

Um die Klimaschutzziele im Verkehrsbereich erfüllen zu können, wird die Bedeutung des Stromes als Energiequelle steigen. Nicht nur, weil der Elektromotor deutlich effizienter ist als ein Verbrennungsmotor, sondern auch, weil die industrielle Herstellung von (nachwachsenden) Biokraftstoffen mit Zielkonflikten behaftet ist (Nahrungsmittelproduktion vs. Kraftstoffproduktion) und den Bedarf bei weitem nicht decken kann. Eine Studie befasst sich intensiv mit dieser Sektorkopplung und berechnet szenarienhaft, welchen Einfluss die Umstellung der Antriebstechnik im Verkehrssektor auf das Energiesystem haben wird. Der gegenwärtige, bundesweite Strombedarf von ca. 500 Terawatt wird sich unter gleichen Rahmenbedingungen im ambitioniertesten Szenario mit der größten Senkung der Treibhausgasemissionen verdoppeln. Dieser zusätzliche Strombedarf entfällt zu 39 % auf die direkte Stromnutzung im Verkehr und zu 33 % auf die Herstellung von Wasserstoff für brennstoffzellenbetriebene Elektrofahrzeuge. Der Studie zu Folge ist es technisch möglich, den Verkehrssektor mit ausreichend Strom aus Erneuerbaren Energien zu versorgen – die installierte Leistung Erneuerbarer Energien muss gegenüber heute versechsfacht werden. Der limitierende Faktor ist nach Ansicht der Studienautoren der politische Wille, die Kosten für den – unabdingbaren – Ausbau Eneuerbarer Energien zu übernehmen.

 

Zusätzlich muss man sich die Frage stellen, ob man so weitermachen bzw. weiterfahren kann, wie bisher. Obwohl es seit Jahrzehnten Bestrebungen gibt, Verkehr zu vermeiden (Leitbild der dezentralen Konzentration im Städtebau, Homeoffice, Onlineshopping etc.) oder Individualverkehre auf den Umweltverbund zu verlagern, gibt es ein kontinuierliches Verkehrswachstum. Es konnte weder der Anteil des Umweltverbundes signifikant gesteigert werden, noch konnten die CO2-Emissionen aus dem Verkehrssektor nennenswert gesenkt werden. Eine Umstellung der Antriebsart bzw. der Energiequelle muss daher unbedingt durch weitere Maßnahmen im Bereich der Verkehrsvermeidung und -verlagerung erfolgen. Diese helfen dabei den o. g. Mehrbedarf an Strom zu verringern.

 

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Wald

Orang-Utans schwingen sich von Ast zu Ast, Tiger streifen durchs Unterholz, eine Elefantenherde blockiert den Verkehr auf der A3 – und wir auf Dschungel-Safari im Königsforst mittendrin?

 

Der Klimawandel sorgt für einen steigenden Meeresspiegel und die Zunahme von Wetterextremen. In unseren Breiten wird das Klima aber vornehmlich durch die geographische Lage bestimmt – noch. Denn die Erderwärmung führt dazu, dass sich die globalen Vegetationszonen verschieben. Trockene Regionen verwandeln sich in Wüsten, gemäßigte Zonen nehmen ein wärmeres und feuchteres Klima an. All das geschieht schleichend und könnte sich langfristig sogar auf die Flora und Fauna im Königsforst auswirken.

 

Bereits heute erforscht die Stadt Köln in ihrem Klimawald, mit welchen Gehölzen sich unsere Stadtwälder künftig bereichern ließen, etwa weil die Holzarten besonders trockenheitsresistent sind – eine Eigenschaft, auf die es beim erwarteten Klimawandel besonders ankommt.

 

Ist ein Regenwald im Königsforst vorerst nicht zu erwarten, sind die weltweiten Urwälder als bedeutende Speicher des Klimagases CO2 akut bedroht: etwa durch Rodungen, mit denen Platz für Viehzucht und die Futtermittelindustrie geschaffen wird. Beide Wirtschaftszweige verursachen – teils indirekt – besonders viel klimaschädliches CO2. Ein Teufelskreis.

 

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Die Initiatoren von #erklimadasmal haben sich zum Ziel gesetzt, den Klimaschutz durch lokale und regionale Projekte langfristig voranzutreiben. Rund 30 dieser Initiativen können Interessierte auf den #erklimadasmal-Veranstaltungen kennenlernen – auch mit Tropenhelm.    

Um den Bau der Nord-Süd-Stadtbahn wie geplant fortsetzen zu können, war / ist dieser Schritt leider notwendig. Für die gefällten Bäume schafft die Stadt Köln aber einen Ausgleich. So werden insgesamt 384 neue Bäume gepflanzt, davon mehr als 200 entlang der Bonner Straße. Diese erhält damit einen Alleecharakter. Hinzu kommen weitere rund 120 Ersatzbaumpflanzungen in der unmittelbaren Umgebung der Bonner Straße. Unter dem Strich ist davon auszugehen, dass man am Ende unter Umweltgesichtspunkten sogar etwas gewinnt. Die für die Ersatzpflanzung ausgewählte Ahornart wächst sehr schnell und erreicht nach fünf Jahren bereits eine Höhe von sieben Metern.

 

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Wasser

Umweltpolitisch ist der weltweite Wasserverbrauch ein wichtiges Thema. Die Menge des von uns hierzulande genutzten Wassers hat erst einmal aber nichts mit dem Anstieg des Meeresspiegels zu tun. Deutschland ist reich an Grund- und Rohwasserreserven. Regelmäßige Regenfälle sorgen dafür, dass sich Reservoirs erneuern und der Wasserkreislauf im Fluss bleibt.

 

In anderen Regionen der Welt sieht das allerdings ganz anders aus. So führt der Klimawandel insbesondere in ohnehin trockenen Gebieten wie der Sahelzone, aber auch in Teilen Südeuropas, zunehmend zu Problemen bei der Trinkwasserversorgung. So ringen Länder in vielen Erdregionen z. B. durch nationale Staudammprojekte bereits untereinander um knappe Wasserreserven, die über Flusssysteme bereitgestellt werden. Dadurch sind künftige Krisenherde auf der Welt vorprogrammiert.

 

Eigentlich verrückt: Während Wassersparen in weiten Teilen der Welt oberstes Gebot ist, ist es in unseren Breiten eher kontraproduktiv, denn der zurückgehende Trinkwasserverbrauch führt zunehmend zu Verkeimungsproblemen oder zu Verstopfungen, weil Trinkwasserversorgungs- und Abwasserleitungen nicht mehr ausreichend gespült werden.

 

Einen Zusammenhang zwischen Wasserverbrauch und Klimawandel gibt es übrigens doch. Die Energie, die nötig ist, um das Wasser für Heizung, Bad und Küche zu erhitzen, kann sehr wohl zum Klimawandel beitragen. Etwa dann, wenn sie nicht durch CO2-neutrale Quellen wie Photovoltaik oder Windkraft erzeugt wird. An dieser Stelle ist weniger also mehr. Lange Duschorgien sind nicht nur schädlich für die Haut, sondern auch fürs Klima.

 

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Die Initiatoren von #erklimadasmal haben sich zum Ziel gesetzt, den Klimaschutz durch lokale und regionale Projekte langfristig voranzutreiben. Rund 30 dieser Initiativen können Interessierte auf den #erklimadasmal-Veranstaltungen kennenlernen.

Auf den ersten Blick kämen wir wohl ungeschoren davon. Denn der Meeresspiegelanstieg betrifft zuallererst ferne Regionen, wie beispielsweise die Republik Fidschi. Auf den zweiten Blick wirkt sich der den Meeresspiegelanstieg verursachende Klimawandel aber auch auf unser Leben aus. So könnte der Rhein infolge von Starkregenereignissen und abschmelzenden Alpengletschern häufiger und höher als gewohnt übers Ufer treten. Im Zuge der Klimaerwärmung ist es möglich, dass Regionen nahezu unbewohnbar werden. Als eine Temperaturschwelle sind in diesem Zusammenhang 37 Grad Celsius zu nennen, unsere Körpertemperatur. Steigt das Thermometer darüber, wird es für den Menschen gefährlich. Als Konsequenz könnten die Bewohner versuchen in kältere Gefilde zu fliehen – auch nach Köln.

 

In unmittelbarer Nachbarschaft, in den Niederlanden, versucht man übrigens mit gigantischem finanziellen Aufwand, die Deiche/Küste gegen die in Zukunft drohenden Fluten zu wappnen.

 

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Durch die Erderwärmung schmilzt das Eis an den Polen, das Wasser dehnt sich aus und der Meeresspiegel steigt. Insbesondere zahlreiche Pazifikstaaten sind von diesem Anstieg bedroht. Vanuatu, Tuvalu, die Salomonen, die Marschall-Inseln oder Kiribati – viele kleine Inseln dieser Staaten liegen nur wenige Zentimeter über dem Meeresspiegel. Der Weltklimarat warnt, dass der Meeresspiegel bis 2100 um bis zu 86 Zentimeter ansteigen könnte – viele Inseln wären dann überschwemmt oder unbewohnbar.

 

Schon heute sind die Auswirkungen des steigenden Meeresspiegels spürbar. Auf Vanuatu beispielsweise sind die Menschen bereits zur Umsiedlung in höhere Gebiete gezwungen. Noch gravierender: Der steigende Meeresspiegel erhöht den Salzgehalt im Grundwasser der Inseln. Früchte und Pflanzen sterben ab, die Grundversorgung ist mancherorts nicht mehr gegeben.

 

Der Präsident von Kiribati hat bereits vor einigen Jahren Land auf den höher gelegenen Fidschis erworben. Es soll als Rückzugsort dienen. Seit Jahren erodieren die Küstengebiete in Kiribati – vernichtete Gebäude und Ernten sind die Folge.

 

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